In dieser Reihe steht nicht zuerst unsere Erzählung, sondern das historische Dokument. Jeder Beitrag beginnt mit dem Original, erklärt seinen materiellen Zustand und fragt anschließend: Welche wiederkehrende Praxis lässt sich daraus erkennen? Was beweist die Quelle – und was gerade nicht?
Die Auswahl reicht von einer ottonischen Dotalurkunde über Ablassbriefe und Marktprivilegien bis zu einer spätmittelalterlichen Tanznotation. Dadurch wird sichtbar, dass Traditionen nicht nur in Liedern oder Erinnerungen überleben. Manchmal liegen ihre Spuren in Archiven, weil jemand Besitz, Termine, Gebete, Wege oder Bewegungen schriftlich sichern musste.